Dienstag, 12. September 2017

Eine Leicht, locker und ein wenig sommerlich ... Rezension zu "Prinzessin auf der Insel" von Ruby Summer



Sibel Seidelfink ist genervt: Nach der unfreiwilligen Trennung von ihrem Lebensgefährten findet sie sich plötzlich in einer Wohngemeinschaft mit ihrem Bruder und dessen Sohn wieder. Leider sind die beiden nicht minder anstrengend als ihr Job an der Uni. Als sie sich dann Hals über Kopf in den falschesten Mann von allen verliebt, droht es ihr vollends den Boden unter den Füßen wegzureißen. Kein Wunder, dass sie sich nach dem Haus ihrer Eltern auf der Prinzeninsel sehnt. Doch da fängt das Chaos erst richtig an ...
Eine turbulente Lovestory um die Bielefelderin Sibel Seidelfink, die ihre große Liebe sucht, ohne sich selbst zu verlieren.



Cover:
Die Gestaltung des Covers lässt sofort die Vermutung eines Sommerromans aufkommen. Strand, Sonne, Liebe - Genau das ist im Großen und Ganzen, was einen erwartet. Man hofft auch leichte, unterhaltsame Lektüre, wobei man sich anfangs vielleicht etwas andere Vorstellungen beim Titel macht, doch die Brücke zum Inhalt ist gegeben, auch wenn es für mich nicht den Hauptkern des Buches trifft.


Inhalt:
Es fällt mir sehr schwer, meine Gedanken zu "Prinzessin auf der Insel" in Worte zu fassen. In erster Linie kann ich sagen, dass es wie erhofft bzw. erwartet leichte, unterhaltsame Lesestunden schenkt, aber irgendwie auch nicht mehr. Sibil ist frisch getrennt von ihrem Lebensgefährten und merkt immer mehr, dass es notwendig wird, sich darüber klar zu werden, was sie möchte. Denn wir selbst sind unserer Glückes Schmied.


Ruby Summer arbeitete interessante Aspekte in ihre Geschichte ein: Wie gehe ich mit Trennungen um? Wie wirkt sich das auf Kinder aus? Wie weit gehe ich für die wahre Liebe? Wie werde ich gücklich?
Alles bewegende Thamtiken, die jedoch durch ihre Fülle an Tiefe verloren haben. Es flossen so viele Probleme in Sibels Geschichte ein, dass weder die Liebesgeschichte noch die Familienproblematik mich so richtig greifen und bewegen konnte. Es war für mich alles etwas oberflächlich und am Ende auch vorhersehbar, sodass es eine gute Geschichte, aber eben nicht mehr ist.

Charaktere:
Für mich passten die Charaktere auf jeden Fall sehr gut zur Geschichte. Sie alle haben in gewisser Weise ihr Päckchen zu tragen und trugen so zur Geschichte bei. Sibel gefiel mir prinzipiell sehr gut, da ihre Entwicklung für mich spürbar und auch nachvollziehbar war. Auch ihre Familie wie ihr Bruder Deniz und ihr Neffe Milan gefielen mir, da es ganz unterschiedliche, aber authentische Charaktere waren.
Probleme hatte ich jedoch mit Ilkey, da er für mich rgendwie undurchschaubar und nicht zu verstehen blieb. Er wirkte auf mich in jeder Situation so anders, als wäre es nicht die gleiche Person. Ansonsten fand ich die Nebencharaktere wie Sibels Eltern oder ihre beste Freundin Nina gewählt. 

Schreibstil:
Ruby Summer erzählt Sibels Geschichte locker und leicht. Man findet sich gut in das Leben der Protagonistin ein, was sehr davon unterstützt wird, dass man die Handlung aus ihrer Perspektive erlebt. Die Autorin ließ auch gekonnt die türkische Sprache mit einfließen, was die sommerliche und authentische Atmosphäre stützte. Insgesamt ließ sich "Prinzessin auf der Insel" sehr gut und zügig lesen, da man sich alles sehr gut vorstellen konnte. Man bekommt einen umfassenden Einblick in das Leben einer jungen Frau auf ihrer Suche nach dem Glück.

Fazit:
Ruby Summers Werk  ist eine leichte Sommerlektüre, die gute Unterhaltung bietet, auch wenn an so mancher Stelle die Tiefe fehlte,
Für mich war es eine solide Geschichte, die mich größtenteils unterhalten, aber nicht emotional bewegen konnte.



Der Debütroman der Autorin ist gleich hier erhältlich! 

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