Sonntag, 24. September 2017

City of Bones mal anders... Blogtour zu "With Love, Mary Sue"

Und schon geht es weiter mit dem 5. Tag unserer Blogtour zu dem Fan Fiction - Ratgeber "With Love, Mary Sue" von dem Autorenteam Bettina Petrik und Stefanie Zurek!
Erschienen ist das Buch im Verlag In Farbe und Bunt, wo auch unsere beiden Autorinnen eine große Rolle spielen!



Nachdem ihr bisher erfahren habt, wie uns der Ratgeber gefallen hat, entführen wir euch ab heute auf kreative Weise in die Welt der Fanfictions! Denn wir haben die Schreibfeder für euch geschwungen und präsentieren euch unsere eigenen Fanfictions bzw. Auszüge davon!

Den Anfang macht die berühmte Welt der Schattenjäger von Cassandra Clare:

Chroniken der Unterwelt

Quelle
"Luisiana! Bewege dich endlich!" Mrs. Mac starrte mich wütend an. Ihre dunkelroten Haare fielen ihr in Strähnen ins Gesicht. Ich wusste, ich musste gehorchen, denn es würde mir nur schaden, sollte ich es nicht tun. Man sieht es der robusten Dame vielleicht nicht an, aber ihre Schläge sind nicht ohne.
Vor allem wenn es um dämliche Hausmädchen wie mich geht. 
Das Institut Berlins ist groß und benötigt Personal, dass sich anstatt wahrer Nephilim um die Pflege des Anwesens bemüht. Arme Leute, die Geld brauchen und schlau genug sind, keine Fragen zu stellen. Dummerweise, gehöre ich einer Sondergruppe an. Nämlich der Gruppe der heimatlosen Waisen, die auf der Straße aufgesammelt wurden.
"Deine dämlichen Träumereien gehen mir gegen den Strich, junge Dame! Du bist schließlich zum arbeiten hier!" Das kam in letzter Zeit häufig vor. Die Tagträume von gefallenen Engeln, leuchtenden Serapaiklingen und Blut suchten mich schon seit Wochen heim. Das letzte Mal, dass ich ordentlich geschlafen habe, ist eine ganze Weile her. 
Réné sah meine seine Besorgnis sichtlich an. Der Nephilim war mein einziger Freund in diesem Schuppen.  Naja, Freund war vielleicht übertrieben. Er behandelte mich nicht von oben herab, wie die anderen Schattenjäger und lächelte mir immer nett zu.  Das war es aber auch schon. 

 
Das kam von allem einem Freund am nächsten.
"Kind! Wenn du nicht sofort anfängst zu arbeiten, gehst du ohne jegliches Essen ins Bett!", fuhr Mrs. Mac mich an. Ich nahm den Schrubber, kniete mich auf den Boden und began, den Fußboden zu säubern.

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"Kann ich dich hier allein lassen, ohne dass du irgendetwas anderes anfässt?" Ihr genervter Unterton entging mir nicht, doch ich versuchte, es zu ignorieren und nickte einfach. Die Haushälterin des Instituts verließ die Küche und ließ mich zurück. Ich begutachtete meine Hände. Sie waren ganz wund von meiner Arbeit hier. Wenn ich auf sie hinab schaute, wünschte ich mir, anstatt er Schürfungen und Blasen lieber Narben zu sehen. Narben, die durch Stelen entstanden sind.
Die Schattenwesen hielten das vielleicht für Verstümelung, doch in Wahrheit sind es Auszeichnungen. Es sind Auszeichnungen für Kämpfe, für Dämonenjagden und für die Aufgabe der Nephilim, die Menschen zu schützen.
Wie gerne wäre ich ebenso einer, doch dafür musste man geboren sein und so viel ich weiß, bin ich das ganz sicher nicht. Ich wurde als Baby von Rasmus gefunden, wo ich gerade einmal wenige Tage alt war. Er ist der Leiter des Instituts in Berlin, das seit 17 Jahren mein Zuhause ist. Das sagt er jedenfalls. Ich bin anderer Meinung, denn ein Zuhause ist ein Ort der Geborgenheit, wo man sich wohlfühlt und gerne hin zurückkehrt. Doch das ist das Institut nicht für mich. 
Für mich ist es ein Gefängnis. Rasmus hält es für zu gefährlich, mich gehen zu lassen. Er kann mich zwar verstehen, doch hat der Schutz des Instituts oberste Priorität. Ich habe ihn nach Möglichkeiten gefragt, doch immer wies er mich mit der Antwort ab, dass es nicht ginge. Selbst der Zauberglanz, der das Institut vor den neugierigen Augen der Menschen schützt, soll für mich angeblich keine Option sein. 

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Meine Überlegungen wurden unterbrochen, als eine Gruppe Nephilim in die Küche trat. Ich sah zwischen ihnen Rénés blonden Haarschopf aufblitzen. 
"Na, Hausmädchen. Musst du nachher nicht noch unsere Toiletten putzen? Mir war doch so." Patricia lächelte mich boshaft an, woraufhin ich nur den Blick abwendete. "Kommt, Leute. Lasst sie in Ruhe. Wir wollten doch ins Kino oder nicht?" Und wieder war Réné meine Rettung. Er schritt selbstsicher an den anderen vorbei und Erleichterung durchströmte mich, als der Rest ihm folgte und Patricia angesäuert dreinschaute. Als er an mir vorbeiging, spürte ich ihn, selbst wenn ich ihm den Rücken zugekehrt habe. 
Ich erschrak kurz, als ich plötzlich einen Zettel in meiner Hand bemerkte, doch als ich mich umdrehte, ließ er sich nichts anmerken. "Kommt jetzt! Nutzen wir unsere seltene Freiheit!" Die anderen grummeltem zustimmend. Réné wartete, bis alle die Küche verlassen hatten und zwinkerte mir zu, bevor er verschwand. 
Ich war so baff, dass ich fast den Zettel in meiner Hand vergaß. Die Neugier schien mich im nächsten Moment förmlich zu erschlagen. 

Wir sind mindestens für 4-5 Stunden weg. Keiner der anderen Nephilim benutzt heute noch die Räume. Ich sorge dafür, dass keiner nach die fragt. 
Viel Spaß beim Training :) R.

 Jetzt war ich mehr als geschockt. Ich musste den kleinen papierfetzen mehrere Male lesen, um wirklich zu verstehen, was dort geschrieben stand.  Mist, er hatte mich gesehen. Dabei hatte ich so gut aufgepasst! Wie konnte er ...? Wie hat er...? Das war eine Katastrophe! Was passiert, wenn er mich verrät? Dann wird meine Kammer das Einzige sein, was ich noch zu Gesicht bekommen werde. Er musste mich gestern gesehen habe. Dabei dachte ich, alle wären ausgeflogen. Dieser Fehler hätte mir nicht passieren dürfen, aber konnte ich diese Chance, die mir Réné bietet, verstreichen lassen? 
Nein, das konnte ich nicht. 
Ein aufregendes Kribbeln durchfuhr mich immer wieder bei dem Gedanken an mein Vorhaben. Ich schlich auf Zehenspitzen durch die dunklen Gänge des Instituts, die Treppe hinauf. Ich danke dem Erzengel dafür, dass alle Treppen aus massivem Stein sind und ich somit keine knarzenden Treppen erleiden musste. Ich erreichte die Tür aus Eichenholz und zog meine Kette unter dem TShirt hervor. Drei Schlüssel von verschiedener Größe hingen daran. Zwei davon gewährten mir innerhal des Instituts: zur Waffenkammer sowie zu den Trainingsräumen. Der kleinste von ihnen ist mir bis heute ein Rätsel.. Rasmus erzählte mir, dass er der kleine Schlüssel schon bei mir lag, als er mich fand. 
Ich atmete erleichtert aus, als ich das Schloss klicken hörte und den Raum betreten konnte. Sofort spürte ich in jeder Faser meines Körpers die Energie, die den Raum jeden Tag aufs Neue durchströmte. Die Kraft der Engel. Nach ein paar Dehn- und Kraftübungen stelle ich mich meinem hölzernen Gegner gegenüber. Ich bearbeitete ihn mit präzisen Schlägen, doch ich schöpfte bei Weitem nicht meine ganze Kraft aus, denn das wäre zu gefährlich. 

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Zwei Stunden trainierte ich alles, was möglich war, wie ich es schon so oft getan habe. 
Es gab nur wenige Gelegenheiten, die ich nutzen konnte, um mich her zu schleichen und heimlich zu trainieren. Ich wusste, dass ich gar nicht so schlecht war. Erst in den letzten Wochen bemerkte ich, dass sich immer mehr Kraft in mir aufstaute, desto länger ich trainierte, die irgendwann raus musste. 
Zu spät merkte ich, dass die Tür aufgestoßen wurde, als ich zum Schlag ansetzte.
"Halt!" Mindesten zehn Nephilim stürmten in die Trainingsräume. Gar nicht gut, dachte ich. Meine Faust hielt nur wenige Millimeter vor dem Gesicht meines Gegners. Das ist überhaupt gar nicht gut.
Ich spürte die pulsierende Kraft in meinen Adern, die meinen Puls in de Höhe schnellen ließ. "Luisana!" Mrs. Mac stürmte auf mich zu. "Was denkst du dir, du dummes Gör? Dein Platz ist unten in der Küche. Du bist nicht befugt, hier zu sein, denn du bist keine Nephilim!" Diese Worte spuckte mir förmlich ins Gesicht.
"Mrs. Mac! Das genügt! Ich habe Ihnen schon öfters gesagt, dass sie ihre Wut über die Fähigkeitenverteilung in Ihrer Familie an niemanden hier im Institut auslassen sollen." Ich sah, wie Rasmus vortrat und der Haushälterin seine Hand auf die Schulter legte. Die Erkenntnis über ihren Fehler sah ich kurz darauf in ihren Augen aufblitzen. Sie hatte dem Rat mit ihrem Auftritt ihren Umgang mit uns gezeigt. Sehr öffentlich. Sie schlug die Augen nieder, drehte sich um und verließ den Saal. Kaum trat sie über die Schwelle, lastete die gesamte Aufmerksamkeit des Rates auf mir. Weswegen waren sie hier? Ich konnte nur beten, dass es nichts mit mir zu tun hat.

"Nun zu dir Luisana." Rasmus lächelte mich an, doch es erreichte seine Augen nicht. Ich sah lediglich ernsthafte Besorgnis. Doch was machte ihm solche Sorgen? 
"Rasmus, Ihre Befehlskraft endet hier. Überlasst sie uns." Das war der Moment, wo die Panik in mir sich langsam hochkämpfte. "Überlassen?! Was soll das heißen? Was wollen sie von mir?"
Ich ahnte, dass mir an der Spitze der Gruppe der Inquisitor gegenüber stand, was mich nicht gerade beruhigte...
Ein kaltes Lächeln zierte sein Gesicht, als er auf mich zuschritt.  Das seltene Gefühl der Angst überkam mich, als er näher und näher kam. Ich wollte etwas entgegnen, wollte weg laufen und einen großen Abstand zwischen ihn und mich bringen...

Was mit Luisana passiert, fragt ihr euch? Woher ihre Kraft kommt und warum der Rat sie so ins Auge gefasst hat? 
Schreibt mir, wenn es euch so brennend interessiert und ihr abseits von Clarys Geschichte mehr in dieser Fanfiction lesen wollt über die Welt der Schattenjäger!

 Auch heute habt ihr wieder die Chance, bei unserem Gewinnspiel mitzumachen! 

***Was gibt es zu gewinnen?***
 ***Wie kann man mitmachen?***


Beantworte die tägliche Tagesfrage in den Kommentaren des jeweiligen Beitrages und verrate uns in einer Mail mit einem Bild oder einer Geschichte DEINE Fanfiction bis zum 29.09.2017 um 23:59 Uhr an gewinnspiel@booktraveler.de
(Vielleicht erlaubst du auch das Bild im Gewinnerpost zu veröffentlichen)
heutige Frage:
Ist euch die Welt der Schattenjäger von Cassandra Clare schon bekannt? Oder macht euch die Fanfiction neugierig?
 
 Die Teilnahmebedingungen findet ihr gleich hier!
 
Tag 1 bei mir :)
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1 Kommentar:

  1. Die Welt der Schattenjäger kenne ich nicht, konnte jedoch die Kurzstory einigermaßen gut verstehen. Auf mich wirkt die Welt wie für Jugendliche gemacht, voller Stolz und heimlicher Freundschaft. Ob das jetzt was für mich wäre weiß ich nicht.

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